CARL REINECKE

Biographie I

Biographie II

Einführung

Stammbaum

Tonaufnahmen  mit Reinecke

Reineckes Grab

Sonstiges

Bilder

Bilder vom Gewandhaus

Bilder vom Conservatorium

Schüler von Reinecke

Einführung

Start

Aktuelles

Einführung

Biographie

Werke

Notenmaterial

Presse heute/damals

Literatur

Diskographie

Bilder

Besprechungen

Veröffentlichungen

Beiträge

Sonstiges/Projekte

Links

Dank/Mitarbeit

Postfach

Autoren/Webmaster

Reinecke Musikverlag

Erste Bekundungen wissenschaftlichen Interesses an Carl Reineckes Leben und Werk erwachten bereits zu dessen Lebzeiten im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Als letzte wissenschaftliche Abhandlung erschien 1943 eine Dissertation von Nikolai Topusov. Als letzte monographische Studie erschien 1998 das Buch "Carl Reinecke und das Leipziger Gewandhaus" von Katrin Seidel. In dieser Publikation wurde bisher weitestgehend unberücksichtigtes Material ausgewertet. Hauptsächlich konnten dabei folgende Quellen genutzt werden: der Teilnachlaß von Carl Reinecke (im Besitz von Ururenkel Stefan Schönknecht, Leipzig) die Autobiographie Erlebnisse und Bekenntnisse (unveröffentlichtes Typoskript, Sächsische Landesbibliothek Dresden) die Briefe Carl Reineckes an die Gewandhausdirektion (Stadtarchiv Leipzig) Der Teilnachlaß bot nur wenige relevante Schriftzeugnisse. Enkel Günther Reinecke (Hannover) mußte 1991 in einem Brief bedauern, daß "nahezu alles an Unterlagen durch Kriegseinwirkung in Leipzig in Verlust geraten" sei. Aufschlußreich hingegen ist die bisher unveröffentlichte Autobiographie Carl Reineckes. Das Autograph wurde wohl gleichfalls im Krieg vernichtet. Topusov zitierte noch aus einer Abschrift, die Reineckes letzte Frau, Margarethe Reinecke, vornahm. Hierbei handelt es sich jedoch um keine der Kopien, die heute in der Sächsischen Landesbibliothek Dresden und im Staatsarchiv Hamburg einsehbar sind. Die Publikation der Erlebnisse und Bekenntnisse wird gegenwärtig von Ute Schwab in Kiel vorbereitet.

Die zweifellos interessanteste Quelle stellt der bis 1998 unbeachtete, 370 Briefe umfassende Schriftwechsel zwischen Carl Reinecke und der Gewandhausdirektion dar, da er wichtige Hintergrund-Informationen bietet.

Neben den erwähnten Hauptquellen resultieren wichtige Aufschlüsse aus bereits publiziertem Material: aus Literatur zu Carl Reineckes Leben und

Werk (meist vor seinem Tod 1910 erschienen), aus Abhandlungen zur Gewandhausgeschichte und zu anderen Aspekten der Leipziger Musikentwicklung, aus Schriften von Carl Reinecke, aus Briefen und Schriften von Zeitgenossen, aus Zeitschriftenaufsätzen über Carl Reinecke und aus weiterer Sekundärliteratur. Darüber hinaus stammen Briefdokumente aus Sammlungen der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek Kiel und der Universitätsbibliothek Leipzig (Sammlung des Kunstmäzens Kurt Taut) sowie aus dem Privatbesitz von Herrn Dr. Joachim Draheim (Karlsruhe) und Herrn Stefan Schönknecht (Leipzig). Von Carl Reineckes vielseitiger Tätigkeit als Gewandhauskapellmeister, Komponist, Pianist, Schriftsteller und Konservatoriumslehrer ist die kompositorische heute noch am ehesten im Bewußtsein. Beispielsweise können die Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek Kiel und die Musikbibliothek Leipzig einen umfangreichen Notenbestand aufweisen.

Auch in den USA und in anderen Ländern ist Reinecke - zumindest als Komponist - nicht unbekannt. So legte die Universitätsbibliothek in St. Paul / Minneapolis (MN) ein umfangreiches Verzeichnis über Notenausgaben und Einspielungen vor. In Italien ist die musikalische Tätigkeit des Reinecke-Trios erwähnenswert. Eine gleichnamige Musikervereinigung soll ebenso in Spanien existieren. Die Kompositionen Carl Reineckes stellten den hauptsächlichen Forschungsgegenstand in der Dissertation "Carl Reinecke - ein Beitrag zu seinem Leben und seiner Symphonik" (Berlin 1943) von Nikolai Topusov aus dem Jahr 1943 dar.

Selbsredend entstehen über Reinecke immer neue Studien. Beispielsweise ist 2005 ein Artikel über Carl Reinecke in der Neuauflage der großen Musikenzyklopädie "Die Musik in Geschichte und Gegenwart" veröffentlicht worden und dort unter anderem der aktuelle Forschungsstand dargestellt. Dennoch wäre es wünschenswert, wenn die Musikwissenschaft auch über diese Website hinaus ihr Augenmerk noch stärker auf Carl Reinecke lenken würde.