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Begrüßung durch Andrea Neumann (Geschäftsführerin der Opernakademie Blankenese). Grußworte des Japanischen Konsuls. Vortrag über Leben und Werk Carl Reineckes, gehalten von Stefan Schönknecht. Es folgte die Cellosonate, gespielt von Johannes Raab (Violoncello) und Gunnar Haase (Klavier). Danach erklang das Bläsersextett op. 271. Carolin Böhringer (Flöte), Shino Nakamura (Oboe), Yoko Fujikura (Klarinette), Katsuaki lchikawa (Horn I), Christian Rast (Horn II) und Lothar Palmer (Fagott). Wilhelm Schwinghammer sang begleitet von Cord Garben die Ballade "Odins Meeresritt" von Carl Loewe. Nach der Pause war Dornröschen zu hören. Die Solisten: Mirlam Sharoni (Solpran), Andrea Siebert (Mezzosopran) und Wilhelm Schwinghammer (Bass). Cord Garben begleitete das ganze Ensemble am Flügel. Als Chöre waren der Chor Mater (Japan, Osaka), geleitet von Toshinori Kitamura und der Chor der Opernakademie Blankenese zu hören.
Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung des Festivals bei:
• Yamaha Music Europe GmbH, Rellingen
• ITOCHU Deutschland GmbH, Hamburg
• VR Bank Pinneberg e.G.
• International Joint Concerts
Organizing Committee
• Johannes-Brahms-Konservatorium, Hamburg
Zum Vergrößern bitte anklicken.
Der Verein Opus 111 stellt ein Festspiel vor, das vom 12. bis zum 28. November 2010 in verschiedenen Orten des Kantons und der Stadt Neuchâtel stattfindet.
Das Festspiel ist den Komponisten Chopin und Schumann gewidmet, die beide vor zweihundert Jahren geboren sind. Der 1910 gestorbene romantische Komponist Carl Reinecke bekommt auch einen Platz.
Der Verein Opus 111, dessen Motto „Musik vom Herzen zum Herzen, einfach“ ist, möchte die klassische Musik zugänglicher machen, unter anderem durch eine einfache Darstellung der Werke vor jedem Konzert und durch günstige Eintrittspreise.
Opus 111 liebt es, Konzerte "auf andere Weise" darzustellen. Neben bekannten Werken von Chopin und Schumann werden auch weniger bekannte Stücke gespielt werden. Deswegen möchten wir auch einen zu seiner Zeit sehr bekannten, heute dennoch vergessenen Komponisten mit unserem Festspiel verbinden.
Ein weiteres Ziel besteht darin, eine Zeit zu verstehen, und deren Stimmung zum Leben zu bringen, Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu schaffen. In diesem Rahmen findet ein polnischer musikalischer und gastronomischer Abend statt, der als Thema den letzten Pariser Konzert von Chopin hat. Das ganze Programm dieses Konzertes wird in dem Salon des „Palais du Peyrou“ vorgestellt.
Zum Festspiel, an dem talentierte und weltberühmte Musiker teilnehmen, gehören verschiedene Ereignisse, eine Konferenz, Kammermusikkonzerte, Solokonzerte und ein Konzert um das Thema der Nacht, das romantische und zeitgenössische Musik gegenüberstellt. Mehrere Konzerte werden von Espace 2 aufgenommen.
Da es uns am Herzen liegt, daß auch junge Musiker in diesem Ereignis ihren Platz finden, schlägt das Festspiel einen bedeutenden pädagogischen Teil für die Schüler vor, in dem sie mit ihren Lehrern aus der Neuchâteler Musikhochschule eine aktive Rolle spielen. Schüler aus der Robert Schumann Musikhochschule Zwickau (Heimatstadt des Komponisten) werden auch erwartet.
Es ist uns ein besonderes Vergnügen, unter der Schirmherrschaft der polnischen und deutschen Botschaft stehen zu dürfen.
Zusätliche Informationen und komplettes Programm: www.opus111.ch
Pressedokument: www.opus111.ch/docs
Unsere Reinecke-Ausstellung ist auf dem Weg nach Neuchâtel (Schweiz) um beim zu Chopin, Schumann und Reinecke Festival gezeicht zu werden. Ein großer Dank geht an Gilles Landini für diese Möglichleit.
In Hamburg wird die Ausstellung im Johannes-Brahms-Konservatorium einen festen Paltz finden. Unser Dank geht an Juan Carlos Reitze de la Maza für die Idee und Unterstützung. Damit wird erstmals einen Überblick über das Wirken und Schaffen, des aus Altona stammenden Carl Reineckes, in Hamburg zu sehen sein.
DIE TONKUNST - Heft 4/2010
Die Oktober-Ausgabe publiziert ausgewählte Vorträge eines Jubiläums-Symposions zu CARL REINECKE (1824-1910) im April 2010 in Leipzig. Beteiligt sind ForscherInnen aus dem In- und Ausland, die Werke als auch Rezeption des heute unbekannten Leipziger Komponisten und Schumann-Zeitgenossen auf den Prüfstand stellen und diskutieren.
Weiterhin stehen Reineckes Beziehungen zu seinen Zeitgenossen und institutionsgeschichtliche Aspekte - wie Reineckes Beziehungen zum Gewandhaus, zu Verlagen oder seine Programmgestaltung - im Mittelpunkt. Ebenso werden Aspekte zu einem geplanten Reinecke-Werkverzeichnis diskutiert, das langfristig die Grundlage für eine nachhaltige Reinecke-Forschung bieten wird.
Mitorganisatoren und Initiatoren des Heftes sind Dr. Ute Schwab (Gettorf) und der Ururenkel Reineckes Stefan Schönknecht (Leipzig).
Sonntag, 19. Juni 2011, 14 Uhr, Takatsuki Art Theatre
(Takatsuki City, zwischen Osaka und Kyoto)
Konzert mir dem Chor Mater
Programm: Johannes Brahms: Vier Gesänge für Frauenchor, zwei Hörner und Harfe op. 17
Bach/Gounod: Ave Maria, Levente Gyöngyösi: Cantate Domino, Alte japanische Kinderlieder
Carl Reinecke: "Dornröschen" Märchenoper op. 139 für Sopran, Alt und Bariton Solo, 3 stimmigen Chor und Klavier
Märchen Dichtung von Heinrich Carsten
Foto: Matthias Gans
Einfach märchenhaft
Carl Reineckes "Dornröschen" begeistert im
ausverkauften Theater
VON MATTHIAS GANS
Gütersloh. Ach, diese Romantiker: Erfreuen sich an den naivsten Dingen und kleiden sie doch in anspruchsvollste Formen. Carl Reineckes"Dornröschen" ist so ein hybrides Geschöpf, das Grimms bekanntes Märchen irgendwo zwischen Singspiel, Liederzyklus und Melodram mit sinfonisch grundiertem Klaviersatz ansiedelt.
So ein Märchenmammut war nicht nur in musikalisch gut bestellten Bürgerhäusern des 19. Jahrhunderts möglich. Peter Kreutz bewies in zwei ausverkauften Konzerten im Forum Lied auf der Studiobühne des Theaters nun, dass auch heutzutage eine musikalisch opulente wie atmosphärisch stimmige Umsetzung gelingen kann.
Dafür bot das Forum Lied Idealvoraussetzungen. Die am Projekt beteiligten Studierenden der Liedklassen an der Detmolder Musikhochschule und ihre Dozenten waren eben mehr als eingekaufte Künstler, sondern eine Gemeinschaft, die sich diesem Projekt über einen langen Zeitraum verschrieben hatte.
Christian Kleinert entzog sich als Erzähler und obwohl man ihn auf dem Märchenonkel-Sessel aus dem Theaterfoyer platziert hatte jeglichen gemütvollen Vortrags. Mit bewusst exaltiertem, das metrische Gleichmaß der Dichtung sprengendem Duktus
setzte er den Text unter Spannung. Auch die Gesangssolisten füllten ihren Part individuell aus. Kristin Ebner (am Folgetag Catalina Bertucci) lieh dem Dornröschen ihren wohlklingend voluminösen Sopran, scheute aber in ihrem Lied noch davor zurück, dessen dra-matisches Potenzial auszureizen. Doch Markus Köhler, der nicht nur dieses Reinecke-Stück entdeckt, sondern auch als Königssohn mit sanftem Bariton das Dornröschen wachgeküsst hatte, animierte offenbar die Sopranistin im Duett zu jener wagnerianischen Größe, die dieser Partie innewohnt. Großartig.
Mal von bedrohlicher Dämonie, dann wieder von zurückhaltend-suggestiver Diktion geprägt, passte sich Gerhild Rombergers wohlig strömender Alt den Stimmungen ihrer verschiedenen Rollen perfekt an. Toll auch, dass Sopranistin Karin Wöpking kurzfristig für die erkrankte Jessica Jans eingesprungen und so im heiteren "Duett der Fliegen" Maria Pönicke eine sichere Partnerin war.
Beide Sängerinnen gehörten auch dem exzellenten siebenköpfigen Ensemble aus Studentinnen an, das die wunderschönen Terzette aus "Schneewittchen" und die Feenchöre aus "Dornröschen" herzbezwingend schön interpretierten.
Und Peter Kreutz? Der absolvierte seinen schwierigen Part mit virtuoser Eleganz und erfüllte die Partitur mit Leben und Farbe. Einfach märchenhaft.
Einfach märchenhaft
Carl Reineckes "Dornröschen" begeistert im
ausverkauften Theater
VON MATTHIAS GANS
Gütersloh. Ach, diese Romantiker: Erfreuen sich an den naivsten Dingen und kleiden sie doch in anspruchsvollste Formen. Carl Reineckes"Dornröschen" ist so ein hybrides Geschöpf, das Grimms bekanntes Märchen irgendwo zwischen Singspiel, Liederzyklus und Melodram mit sinfonisch grundiertem Klaviersatz ansiedelt.
So ein Märchenmammut war nicht nur in musikalisch gut bestellten Bürgerhäusern des 19. Jahrhunderts möglich. Peter Kreutz bewies in zwei ausverkauften Konzerten im Forum Lied auf der Studiobühne des Theaters nun, dass auch heutzutage eine musikalisch opulente wie atmosphärisch stimmige Umsetzung gelingen kann.
Dafür bot das Forum Lied Idealvoraussetzungen. Die am Projekt beteiligten Studierenden der Liedklassen an der Detmolder Musikhochschule und ihre Dozenten waren eben mehr als eingekaufte Künstler, sondern eine Gemeinschaft, die sich diesem Projekt über einen langen Zeitraum verschrieben hatte.
Christian Kleinert entzog sich als Erzähler und obwohl man ihn auf dem Märchenonkel-Sessel aus dem Theaterfoyer platziert hatte jeglichen gemütvollen Vortrags. Mit bewusst exaltiertem, das metrische Gleichmaß der Dichtung sprengendem Duktus setzte er den Text unter Spannung. Auch die Gesangssolisten füllten ihren Part individuell aus. Kristin Ebner (am Folgetag Catalina Bertucci) lieh dem Dornröschen ihren wohlklingend voluminösen Sopran, scheute aber in ihrem Lied noch davor zurück, dessen dra-matisches Potenzial auszureizen. Doch Markus Köhler, der nicht nur dieses Reinecke-Stück entdeckt, sondern auch als Königssohn mit sanftem Bariton das Dornröschen wachgeküsst hatte, animierte offenbar die Sopranistin im Duett zu jener wagnerianischen Größe, die dieser Partie innewohnt. Großartig.
Mal von bedrohlicher Dämonie, dann wieder von zurückhaltend-suggestiver Diktion geprägt, passte sich Gerhild Rombergers wohlig strömender Alt den Stimmungen ihrer verschiedenen Rollen perfekt an. Toll auch, dass Sopranistin Karin Wöpking kurzfristig für die erkrankte Jessica Jans eingesprungen und so im heiteren "Duett der Fliegen" Maria Pönicke eine sichere Partnerin war.
Beide Sängerinnen gehörten auch dem exzellenten siebenköpfigen Ensemble aus Studentinnen an, das die wunderschönen Terzette aus "Schneewittchen" und die Feenchöre aus "Dornröschen" herzbezwingend schön interpretierten.
Und Peter Kreutz? Der absolvierte seinen schwierigen Part mit virtuoser Eleganz und erfüllte die Partitur mit Leben und Farbe. Einfach märchenhaft.
Zum Vergrößern bitte anklicken.
Schneewittchen
Märchenkomposition für Sopran, Alt, Frauenchor und vierhändiges Klavier
von Carl Reinecke (1824-1910)
Erzählerin: Susanne Figge
Kristin Melchinger-Gräfl, Sopran
Andrea Montgomery, Alt
Tatjana Kontorovich, Klavier
Frauenkantorei Eppelheim
Otmar Wiedenmann-Montgomery, Leitung und Klavier
Sonntag, 20. Februar 2011, 17 Uhr
Kirche am Markt (Evang.-method. Kirche)
Ladenburger Straße 23, Heidelberg-Neuenheim
Geeignet für Kinder ab 4 Jahren; Dauer ca.45’ min
Eintritt frei – Spenden willkommen
CD - Neuerscheinung
Carl Reinecke
Works for Piano Duo - Piano Four Hands
Sonate a-moll op. 35 (komponiert 1845)
Improvisata über eine Gavotte von Christoph Willibald Gluck op. 125 (komponiert 1873)
Drei kleine Fantasien op. 9 (komponiert 1845/47)
Variationen über eine Sarabande von J. S. Bach op. 24 (komponiert 1849, erschienen 1852)
Musik zu Andersens Märchen vom Schweinehirten op. 286 (erschienen 1910)
Erstaufnahme / First recordings
Dian Baker • Eckart Sellheim
Erard Fortepiano von 1839
Eine Produktion des Westdeutschen Rundfunks Köln, 2006